Pizza Margherita – Der Klassiker

Der Pizza-Klassiker schlechthin ist die Pizza Margherita, benannt nach der gleichnamigen Königin Italiens. Zu deren Ehre wurde die erste Pizza mit Käse entwickelt und bis heute glänzt Sie in den Nationalfarben Italiens: Rot, Weiß, Grün.

Diese stehen für die rote Tomatensoße, den weißen Mozzarella-Käse und nicht zu vergessen den frischen grünen Basilikum, der eine perfekte Pizza Margherita abrundet.

Pizza Margherita mit Mozarella, Tomatensoße und Basilikum

Eindeutig zu erkennen sind die Nationalfarben Italiens Rot, Weiß und Grün, enstanden durch die Verwendung von Tomatensoße, Mozzarella-Käse und frischem Basilikum.

Pizza Margherita Rezept

Für mich ist die Margherita die wichtigste aller Pizzen, denn mit dieser Pizza kann man am besten die Qualität des verwendeten Pizzateigs und die Fähigkeiten des Pizzabäckers feststellen.

Dabei ist die Pizza Mozzarella in Ihrer Urform so simpel, dass sie kaum eines Rezeptes bedarf. Doch neben Mozzarella kann man in geringen Mengen noch weitere Käse dazugeben, um den Pizza-Klassiker schlechthin in eine neue Dimension zu heben.

Desweiteren gibt es noch einen ganz simplen Tipp, wie man einfachen Mozzarella deutlich spektakulärer machen kann. Mehr dazu weiter unten.

Zutaten für Pizza Margherita (Tomatensoße, Mozzarella und Basilikum)

Pizza Margherita mit Mozzarella, verfeinert mit Parmesan und Tilsiter

Noch fehlt der grüne Basilikum, damit daraus eine echte Pizza Margherita wird: Dieser kommt erst kurz bevor die Pizza aus dem Ofen kommt.

Pizzabeläge

  • 60-70g (etwa eine halbe Packung) Mozzarella oder Büffel-Mozzarella
  • etwas  Tilsiter oder Gouda-Käse
  • etwas  frisch geriebener Parmesan-Käse
  • 1-2 Teelöffel extra virgine Olivenöl (nativ extra)

Pizzasoße

Für die Pizzasoße findet sich ein ausführliches Rezept unter der gleichnamigen Rubrik, aber der Vollständigkeit halber hier die Zutaten heruntergerechnet auf eine Pizza:

  • 200g frische oder 100g pasierte Tomaten
  • etwas Knoblauch
  • etwas frischer Basilikum und Oregano

Pizzateig

Für Pizzateig greifen wir auf unser bewährtes und leckeres Pizzateig-Rezept zurück. Der Vollständigkeit halber befinden sich hier im folgenden aber die Mengenangeben heruntergerechnet auf eine Pizza:

  • 200g Mehl 405 (All-Purpose)
  • 140ml Wasser
  • 10g Salz
  • etwa 1/10 Block Hefe, in etwa 3-4g

Zubereitung (Rezept)

  1. Bereite den Teig und die Tomatensoße nach den jeweiligen Rezepten vor, rolle den Teig aus und bestreiche ihn mit der eingekochten Tomatensoße.
  2. Schneide den Mozzarella in kleine Stücke, etwa 1 mal 1cm groß.
  3. Geheimtipp: Würze den Mozzarella leicht mit Salz und Pfeffer. Warum? Das erkläre ich dir weiter unten.
  4. Verteile den Mozzarella nun gleichmäßig auf der Pizza
  5. Verfeinere den Käse nach Bedarf noch etwas mit Gouda oder Tilsiter und Parmesan.
  6. Verteile einen guten Schuss extra virgine Olivenöl auf der Pizza
  7. Backe die Pizza für 2-3 Minuten auf einem Pizzastein bei maximaler Temperatur.
  8. Verteile etwa 30 Sekunden bevor die Pizza fertig ist etwas frischen Basilikum auf der Pizza damit dieser nicht verbrennt und noch firsch schmeckt.

Warum sollte ich den Mozzarella-Käse salzen bzw. würzen?

Das ist ein kleiner Geheimtipp von mir. Auf die Idee Mozzarella zu würzen, kam ich nachdem ich klassischen Kuhmilch-Mozarella mit hochwertigem Büffelmozarella verglichen habe. Neben der deutlichen zärteren Konsistenz fällt vorallem auf, dass der Büffelmozzarella in einer deutlich salzigeren Lake schwimmt, als der Kuhmilchmozzarella.

Oftmals hatte ich das Gefühl, dass Kuhmilch-Mozzarella die Pizza etwas verwässert, was mir mit Büffelmozzarella zuvier nie passiert ist. Also kam ich auf die Idee den Mozzarella-Käse leicht zu würzen.

Besonders bei der Pizza Margherita ist dies von Bedeutung. Denn andere Pizzen enthalten oft sehr salzige Beläge wie Schinken oder Salami. Dadurch wird dann auch der Mozzarella wieder mitgewürzt. Wenn aber keine weiteren Beläge auf der Pizza vorhanden sind, bietet es sich an, den Mozzarella direkt zu salzen.

Warum anderer Käse auf der Pizza Margherita? Sollte ein Klassiker nicht so bleiben wie er ist?

Versteht mich bitte nicht falsch, der Großteil des Käses ist immernoch Mozzarella, die Pizza schmeckt auch immernoch nach Mozzarella, aber die beiden weiteren Käse sind wie eine Art zusätzliche Gewürze zu sehen.

Der Parmesan wirkt, ähnlich wie das Olivenöl auf der Pizza, welches ein guter Geschmacksträger ist, wie ein natürlicher Geschmacksverstärker. Dadurch wird der Mozzarella-Geschmack also lediglich noch intensiviert.

Tilistier oder Gouda dagegen – auch Cheddar dürfte ähnlich funktionieren – hilft, dem Käse beim Backen. Mozzarella backt im Ofen anders als andere Käse. Wenn man einen Pizzaofen mit Temperaturen um 400°C hat, backt auch Mozzarella perfekt. Um im heimischen Ofen – immer mit Pizzastein – aber auch eine zarte Käsekruste mit darunter sanft geschmolzenem Mozzarella zu erreichen, bietet sich an, etwas Tilsiter oder Gouda hinzuzugeben.

Fazit: Die perfekte Pizza Margherita?

Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist diese Pizza Margehrita jedenfalls sehr, sehr nah an der perfekten Pizza Margherita und damit an der perfekten Pizza überhaupt.

Probiert das Rezept aus und postet Fragen oder Feedback in den Comments. Genießt die Pizza und guten Appetit!

Etienne

Etienne baut und vermarktet im echten Leben Webseiten. In seiner Freizeit kocht und isst er extrem gerne und versucht seine Kreationen oft zu perfektionieren. So war das eben auch mit der Pizza und plötzlich war perfekte-pizza.de geboren.

Etienne findet man auch auf und perfekte-pizza.de hat natürlich auch eine eigene Facebook-Seite. Wer Feedback hinterlassen will, kann das gerne in unserem Feedback-Thread tun.
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14 Responses

  1. Anonym says:

    Erst einmal muss ich sagen, dass ich früher immer was die Pizza anging immer irgendwie auf der Stelle herum getreten bin und nicht wusste, was ich ändern sollte. Also großes Lob, dass du dir so viel Mühe gemacht hast und all dein wissen mit uns teilst.
    Das Problem bei meiner Pizza Margherita ist, dass es meiner Meinung nach, am Ende des Backens zu flüssig auf der Pizza ist, im Gegensatz zu dem Bild oben. Weißt du wie ich das ändern könnte. Ich habe immer ungefähr Gouda und Mozarelle im Verhätnis eins zu eins genommen.
    Danke Für eine Antwort.

    • perfekte-pizza says:

      Ich hatte das Problem auch schon und bin der Meinung es gibt grob drei Mögliche Ursachen:

      1. Der Ofen ist nicht heiß genug.
      Benutzt du einen Pizzastein? Wenn nein, könnte das der Grund sein. Ansonsten achte darauf, dass der Ofen sehr lange auf maximaler Stufe vorgeheizt ist.

      2. Zu wenig Öl auf der Pizza
      Olivenöl ist wichtig auf dem Pizzabelag – nicht nur weil das Fett ein guter Geschmacksträger ist. Du musst dir es folgender Maßen vorstellen. Wenn auf der Pizza viel Wasser ist (ausgetreten aus den Belägen, siehe auch Punkt 3), dann wird dieses Wasser und damit ein Großteil des Belags niemals heißer als 100°C werden. Wenn aber genug Öl auf der Pizza ist, ist die maximal erreichbare Temperatur durch den deutlich höheren Siedepunkt des Olivenöls deutlich höher.

      3. Qualität des Mozzarellas
      Das Wasser muss ja irgendwo herkommen, ich tippe auf einen recht hohen Wassergehalt im Mozzarella. Probiere einmal hochwertigen Büffelmozzarella, dieser schmeckt nicht nur intensiver, er sollte auch weniger Wasser enthalten (ganz andere Konsistenz – viel “cremiger”).

      Ansonsten noch ein Tipp:
      Schneide den Mozzarella einmal in richtig Große Stücke. So dass insgesamt nur 3 oder 4 Mozzarella-Stücke auf der Pizza sind. Das habe ich neulich selbst bei einem Upscale Italiener in England beobachtet. Dadurch backt der Käse außen eine Kruste bevor er innen komplett geschmolzen ist. Im Endeffekt verteilt er sich doch auf der ganzen Pizza, aber durch die geringere Oberfläche im Vergleich zu stark zerkleinertem Käse, braucht der Käse einfach länger, bis er komplett geschmolzen ist.

      Viel Erfolg, danke für dein Lob und dein Interesse am Pizzabacken und meiner Seite :)

      PS: Wenn du in Zukunft eine Email-Adresse angibst – diese wird nicht veröffentlich oder weitergegeben – kann ich diese nutzen um dich über meine Antwort zu informieren. So, muss ich darauf hoffen, dass du selbst wieder kommst. Es wäre schade, wenn du die Antwort sonst nie lesen würdest ;)

  2. Anonymous says:

    Kann mich dem Lob des Vorkommentators (ist zwar schon etwas länger her, aber trotzdem…) nur anschliessen!

    Geniale Website. Bin seit circa einem halben Jahr absoluter Pizza-Fan und backe jeden Sonntag selber – “Tradition” ;-)

    Bisher (da ich noch nicht so viel Erfahrung habe), habe ich immer nach folgendem Rezept gebacken: http://www.kabeleins.de/tv/abenteuer-leben/videos/clip/handmade-vs-kette-pizza-1.56058

    Natürlich das Rezept, das der gut gebaute Italiener macht, nicht das, welches die Pizza-Kette benutzt ;-)

    Habe das Rezept über die Zeit ein bisschen meinem persönlichen Geschmack angepasst.

    Heute Mittag, auf der Suche nach etwas neuem, bin ich dann auf deine Website gestoßen und habe direkt angefangen den Teig nach deinem Rezept vorzubereiten (habe noch Schweineschmalz hinzugefügt, aber ansonsten nach deinem Rezept ;-)). Momemtan steht der Teig in den Plastikdosen in der Küche rum (nicht im Kühlschrank, da ich ja nicht 24 Stunden Zeit habe, ihn gehen zu lassen – und die Hefe bei Zimmertemperatur ja schneller geht als im Kühlschrank). Werde ihn dann in 1-2 Stunden backen!

    Bin auf das Ergebnis gespannt, erwarte aber nur gutes! Deine Bilder hier auf der Website sind ja genial :-)

    Also, wie gesagt: Großes Lob für diese Webseite, alles sehr ausführlich und gut verständlich (auch wegen der vielen Bildern) erklärt!

    Vielen vielen Dank für das Teilen deines Wissens und die Mühe! :-)

    Viele Grüße aus dem hohen Norden

    - jemand, dessen Name schon zu oft im Internet auffindbar ist -

  3. Susi says:

    Hallo,
    wollte mich mal für das super Rezept und die viele Arbeit bedanken, die der Blogger in diese Seite steckt/gesteckt hat.
    Heute erst habe ich den Teig ausprobiert (der Teig ist ca zwei Tage gegangen)

    Mit einem Basilikumöl aufgepeppt und – WOW!!! Ich hatte das Gefühl als wäre ich in Italien gewesen!

    Zubereitet wurde die Pizza auf einem Weber Gasgrill mit dem Pizzastein – ein wahnsinn:
    http://s14.directupload.net/file/d/2893/m2pq3w7l_jpg.htm#

    Nochmals: vielen, lieben Dank!
    Das Rezept ist echt grandios!

  4. Anja says:

    Hallo,

    auch ich möchte mich für das tolle Rezept bedanken. Unsere Pizzen sind perfekt geworden – auch mit Backblech statt Stein.

    Tolle Rezepte – Tolle Seite – Weiter so :o)

  5. Peter says:

    Großes Lob für die Seite und die neuen Anregungen. Der Teig wird heute getestet, wir sind schon sehr gespannt :-)

  6. Dave says:

    Hi, interessante Seite. Man hofft wirklich, nach den zahllosen Erfolgsnieten durch als Original vorgegebene Rezepte auf anderen Seiten, dass es hier mal ganz anders läuft. Schließlich fällt diese Teig besonders durch ganz andere Arbeitsphasen auf (flüssiger Anfangsteig).

    Was mich aber wundert ist, dass das überall als “Geheimtipp” angepriesene Olivenöl und der die Hefe ja so ernährende Zucker nicht mit am Start ist.

    Gruß

    Dave

  7. Philippe says:

    Hallo,
    und ein Lob für diese tolle Seite!

    Allerdings möchte ich auf Umrechnungsfehler bei den Angaben der Einzelteige hinweisen.
    Ausgehend vom Grundrezept mit 1000g Mehl, ergibt sich bei 200g Mehl (Einzelteigling)
    nur
    125ml Wasser und
    8g Salz.

    Im übrigen scheinen wir den selben Geschmack zu haben, denn mein Pizzateig ist 99% wie Ihrer was Mehl, Wasser und Salz betrifft. (hat bei mir bestimmt 2 Jahre gedauert bis ich diese Mengenverhältnisse raus hatte) Einzig habe ich bisher immer einen ganzen Würfel Hefe genommen…
    Den nächsten Teig werde ich nach Ihrem Rezept machen, denn die ersten beiden Ruhezeiten kannte ich bisher auch nicht!

    Einen Tipp kann ich auch noch los werden, sollten Sie mal Lust auf “Holzofen-Pizza” haben. So verrückt wie es klingt, ich bin durch ein Spareribs-Rezept ´drauf gekommen -ich wusste gar nich das es sowas gibt:

    Eine Prise RÄUCHERSALZ in die Tomatensoße!
    (wenn es nach geräuchertem Schinken schmeckt wars zuviel) ;-)

    Beste Grüße, Philippe

  8. maia says:

    moin!

    meinen allerherzlichsten DANK!!
    ich experimentiere schon lange hin und her inklusive pizzastein und war immer noch auf der suche nach dem gewissen etwas. nun habe ich es gefunden, meine pizza ist nun PERFEKT ;)

    Danke fürs Teilen des “Geheimwissens”

    Beste Grüße!
    Maia

  9. Hannes says:

    Eine sehr gute Pizzasoße und gute Ideen für den Pizzabelag!
    Aber ich bin sehr enttäuscht über den Teig. Ich hab alles nach Rezept gemacht, aber vllt. war es doch mein Fehler. Der Teig war nachdem ich ihn aus dem Kühlschrank nahm sehr rissig. Ich habe ihn dann 20 Minuten stehen lassen und dann geknetet. Er ließ sich sehr schlecht Kneten, ist beim Kneten fast gerissen und hat immer auf der Unterlage geklebt. Als ich dann die Tomatensauce auf den mühsam zu einer Pizza geformten Teig gemacht habe, ist er als ich ihn etwas angehoben habe unter der Last zerrissen.
    Was war der Fehler?

    Viele Grüße!

    Hannes

  10. Andreas says:

    Hallo
    Großes Lob für deine Webseite.
    Der Teig wird sowohl im Ofen als auch im Pizzaofen super.
    Lässt sich gut verarbeiten und auch Freunde sind vom Geschmack begeistert.

    Gruß Andy

  11. Felix says:

    Hallo und auch von mir zunächst ein großes Lob und Dankeschön für deine Mühe und die tollen Rezepte auf deiner Seite.
    Die Pizza wird wirklich einmalig gut! Danke!
    Für die klassische Pizza Margherita habe ich allerdings auch noch einen Tipp in bezug auf den Mozzarella, ich schneide diesen immer ca. eine Stunde vorher und lasse ihn auf einem Holzbrett liegen. So verliert der Mozzarella schon vor dem backen überschüssiges Wasser.
    Beste Grüße
    Felix

    • perfekte-pizza says:

      Wow, vielen Dank, das muss ich unbedingt probieren. Wenn das funktioniert, ist das der Tipp des Jahrhunderts. Ich schneide den Mozzarella auch oft vor, wenn ich für eine größere Gruppe Pizza mache, damit die einzelnen Pizzen dann schnell gehen. Ehrlich gesagt hab ich aber noch nie darauf geachtet, ob er mit der Zeit “besser” wird. Ich werde es garantiert testen.

      Ansonsten gibt es im regulären Sortiment von LIDL auch einen speziellen Mozzarella zum Überbacken, der ist geschmacklich nicht gerade der Hit und zum Rohessen eine Katastrophe, aber auf der Pizza hat er die perfekte Konsistenz, da er kaum Wasser enthält.

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